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Physical AI prägt nächste Automatisierungsstufe

KUKA stellt mit KUKA AMP eine Plattform für „Automation 2.0“ vor und erweitert industrielle Automatisierung um KI-basierte Entscheidungsfähigkeit.

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Physical AI prägt nächste Automatisierungsstufe

Die KUKA Group treibt den Übergang zur nächsten Evolutionsstufe der industriellen Automatisierung voran. Auf der NVIDIA GTC präsentierte das Unternehmen mit KUKA AMP eine neue Softwareplattform, die klassische Automatisierung mit physischer KI kombiniert und so neue Anwendungsfelder in Fertigung, Logistik und industriellen Dienstleistungen erschließt.

Wandel von regelbasierter zu intelligenter Automatisierung
Industrielle Automatisierungssysteme basieren traditionell auf festen Regeln und vordefinierten Abläufen. Mit dem zunehmenden Einsatz von KI verändert sich dieses Paradigma: Systeme sollen nicht nur analysieren, sondern eigenständig Entscheidungen treffen und physische Prozesse steuern.

Dieser Ansatz wird als „Physical AI“ bezeichnet und bildet die Grundlage für das Konzept „Automation 2.0“. Ziel ist es, Maschinen zu intelligenten Systemen weiterzuentwickeln, die sich anpassen und mit Menschen interagieren können.

KUKA AMP als zentrale Plattform
Mit der KUKA Automation Management Platform (KUKA AMP) stellt das Unternehmen eine offene Softwareplattform vor, die klassische deterministische Automatisierung mit sogenannten intent-basierten Funktionen verbindet.

Dabei wird nicht mehr jeder Prozessschritt programmiert. Stattdessen definiert der Anwender ein Ziel, während das System selbstständig den optimalen Weg zur Umsetzung bestimmt. Dies beschleunigt Engineering-Prozesse und reduziert die Komplexität bei der Implementierung neuer Anwendungen.


Physical AI prägt nächste Automatisierungsstufe
Roboter entwickeln sich von programmierbaren Maschinen zu intelligenten Kollaborateuren, die lernen, sich anpassen und sicher Seite an Seite mit Menschen arbeiten können. © KUKA Group

Technologische Grundlage von Automation 2.0
Die Entwicklung wird durch mehrere technologische Faktoren ermöglicht:
  • Skalierbare KI-Modelle zur Verarbeitung großer Datenmengen
  • Simulationstechnologien zur virtuellen Optimierung von Prozessen
  • Leistungsfähige Rechenarchitekturen vom Edge bis zum Rechenzentrum
Diese Komponenten erlauben es, Automatisierungssysteme flexibler und leistungsfähiger zu gestalten.

Kombination mit bestehender Automatisierung
KUKA betont, dass klassische Automatisierung („Automation 1.0“) weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Regelbasierte Systeme bleiben entscheidend für stabile und sichere Produktionsprozesse, insbesondere in Hochvolumenanwendungen.

Automation 2.0 ergänzt diese Systeme um zusätzliche Flexibilität und intelligente Entscheidungsmechanismen, ohne bestehende Strukturen zu ersetzen.

Strategische Entwicklung und globale Expansion
Die Transformation spiegelt sich auch in der Unternehmensstrategie wider. KUKA investierte 2025 rund 213 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung und stärkt seine globale Präsenz, insbesondere in Asien und Nordamerika.

China bleibt ein zentraler Markt, in dem das Unternehmen seine Position weiter ausgebaut hat. Gleichzeitig entstehen neue Innovationszentren, unter anderem in den USA und Südostasien, um Software- und KI-Kompetenzen zu bündeln.

Integration von Hardware, Software und Services
KUKA positioniert sich zunehmend als Anbieter integrierter Automatisierungslösungen. Das Portfolio umfasst neben Industrierobotern auch mobile Robotik, Simulation, Lagerlogistik, Kransysteme und Healthcare-Automatisierung.

Ergänzt wird dies durch digitale Services sowie Betriebsmodelle wie Robots-as-a-Service, die eine flexible Nutzung von Automatisierungstechnologien ermöglichen.


Physical AI prägt nächste Automatisierungsstufe
Die KUKA Group, bekannt für ihre tiefgehende Fertigungsexpertise, wandelt sich vom Maschinenhersteller zu einem Unternehmen für Physische KI. © KUKA Group

Fazit: Erweiterung der Automatisierung durch KI
Mit der Einführung von KUKA AMP und dem Fokus auf Physical AI entwickelt sich die industrielle Automatisierung in Richtung autonomer, adaptiver Systeme. Die Kombination aus bewährter Technik und KI-basierten Funktionen schafft neue Möglichkeiten für Effizienz, Flexibilität und Skalierbarkeit in globalen Produktionsumgebungen.

Bearbeitet von einem Industriejournalisten, Lekshman Ramdas, mit Unterstützung von KI.

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