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Integration autonomer mobiler Roboter in modulare Montage- und Transfersysteme
Schnaithmann und Gessmann kooperieren bei der Integration mobiler Roboter zur Flexibilisierung der Materiallogistik in der industriellen Montageautomation.
www.schnaithmann.de

Die Schnaithmann Maschinenbau GmbH und die W. Gessmann GmbH haben eine technologische Kooperation zur Verbindung von Montageautomation mit mobiler Intralogistik vereinbart. Die Zusammenarbeit fokussiert sich auf die Integration autonomer mobiler Roboter (AMR) in Produktionslinien, um dynamische Materialflüsse für die industrielle Fertigung zu realisieren.
Industrielle Herausforderung und Rollenverteilung
Moderne Produktionsumgebungen erfordern skalierbare Prozesse, die schnelle Variantenwechsel und kleine Losgrößen abbilden können, anstatt sich ausschließlich auf starre Taktzeiten und hohe Stückzahlen zu stützen. Um diese Variabilität zu bewältigen, integriert Schnaithmann die autonomen Transportsysteme von Gessmann in seine bestehenden Montage- und Transferlinien. Schnaithmann stellt die mechanische und steuerungstechnische Infrastruktur der Transfersysteme bereit, während Gessmann das modulare Robotersystem einbringt und die Kompetenzen in den Bereichen mobile Automation sowie sichere Mensch-Maschine-Interaktion abdeckt.
Technische Lösung und Systemarchitektur
Die technische Umsetzung basiert auf autonomen Transportsystemen, die Werkstück- und Kleinladungsträger zwischen definierten Übergabepunkten bewegen und so eine entkoppelte Materialflussarchitektur schaffen. Die Fahrzeuge navigieren sicher in engen Gängen von unter 1,2 Metern Breite und sind mit einer autarken Steuerung inklusive integrierter Sicherheitstechnik ausgestattet. 360-Grad-Laserscanner übernehmen die Navigation und Sicherheitsüberwachung der Umgebung. Die Kommunikation der mobilen Einheiten erfolgt über ein WLAN-basiertes System mit Roaming-Funktionalität, das stabile Datenübertragungen in großflächigen Montage- und Logistikumgebungen sicherstellt.
Implementierung und Anwendungsfälle
Die Integration der AMR ermöglicht die Versorgung von Pufferbereichen, die dynamische Umfahrung von Linienstörungen und die automatisierte Logistik von Qualitätssicherungsteilen. Darüber hinaus lassen sich die mobilen Einheiten mit kollaborativen Robotern (Cobots) kombinieren. Durch die vollständig integrierte Steuerungsarchitektur greift der Cobot auf die Sicherheitssensorik des AMR zu, orientiert sich an der Fahrzeugposition und übernimmt Handhabungsprozesse wie Bin-Picking oder visuelle Qualitätskontrollen direkt am Einsatzort, ohne dass feste Infrastrukturumbauten erforderlich sind.
Operative Auswirkungen und strategische Ziele
Die Kombination beider Technologien ermöglicht reduzierte Integrationszeiten durch standardisierte Schnittstellen, geringere Umrüstkosten bei Layoutänderungen sowie durchgängig transparente Materialflüsse. Thomas Wahl, technischer Vertrieb bei Schnaithmann, erklärt den operativen Ansatz: „Während unsere Transfersysteme hohe Reproduzierbarkeit und stabile Taktzeiten gewährleisten, sorgen AMR für Flexibilität und adaptive Materiallogistik.“
Steffen Kuhnle, Leiter Robotik bei Gessmann, kommentiert die Systemarchitektur: „Gemeinsam kombinieren wir modulare Montageautomation und mobile Robotik zu flexiblen Produktionskonzepten mit hoher Anpassungsfähigkeit an moderne Fabriklayouts.“
Redaktionell bearbeitet von Lekshman Ramdas, Induportals-Redakteur – angepasst durch KI.
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