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Siemens erweitert Simatic AX um die grafische Kontaktplanprogrammierung
Diese neue Lösung verbindet moderne Informationstechnologie mit klassischer Automatisierung und bietet nun volle Unterstützung für die aktuelle Steuerungsgeneration Simatic S7-1200 G2 der Industrie.
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Siemens macht Software-definierte Automatisierung einem breiteren Spektrum an Nutzern aus der Industrie zugänglich. Mit der Erweiterung des IT-like Engineering-Tools Simatic AX Logic Control Engineering (LCE) um die Kontaktplan-Programmierung XLad sowie der neuen Unterstützung für die Simatic S7-1200 G2-Steuerungsgeneration verbindet das Unternehmen klassische OT-Programmierung mit modernen IT-Workflows. Diese Neuerungen helfen Engineering-Teams dabei, wesentlich effektiver zu arbeiten, und eröffnen neue Anwendungsbereiche für grundlegende Automatisierungsprojekte, bei denen höchste Kosteneffizienz entscheidend ist.
IT-like Engineering für OT-Anwender
Bisher war Simatic AX LCE als Umgebung konzipiert, die vollständig auf Strukturiertem Text (ST) basierte und sich primär an Software-Automatisierungsingenieure richtete. Mit der Integration der Kontaktplan-Programmierung in Simatic AX ermöglicht Siemens nun auch Service- und Wartungstechnikern sowie Ingenieuren mit einer Vorliebe für grafische Logikdarstellung eine intuitive Arbeit mit Steuerungsprogrammen. Dies reduziert die Einarbeitungszeit drastisch, vereinfacht die Fehlerbehebung vor Ort und verbessert die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zwischen OT- und IT-Teams erheblich.
„Mit der Einführung von Ladder-Programmierung in Simatic AX Logic Control Engineering wird Software-definierte Automatisierung für mehr Anwendergruppen aus der OT-Welt zugänglich. Wir verbinden damit immer mehr die digitale mit der realen Welt. Das macht Engineering, Wartung und Zusammenarbeit effizienter.“ — Rainer Brehm, COO für Automatisierung und CTO bei Siemens Digital Industries.
Moderne Workflows und bidirektionale Programmierung
XLad ist das erste textbasierte Kontaktplan-Programmiertool, das nativ in Simatic AX LCE integriert wird. Es bringt bewährte Methoden der agilen Software-Entwicklung wie Versionskontrolle, automatisiertes Testen und Continuous Integration sowie Continuous Deployment (CI/CD) direkt in die klassische Welt der Kontaktplan-Programmierung. Dank der nahtlosen Unterstützung für Git können Anwender vorgenommene Änderungen an Kontaktplänen deutlich transparenter verwalten und die Qualität im Engineering steigern.
Ein herausragendes Merkmal ist die Unterstützung der bidirektionalen Programmierung. Anwender können je nach Workflow-Präferenz jederzeit zwischen einer grafischen Ansicht und einem textbasierten Editor wechseln. Die textuelle Darstellung ist nicht nur für Menschen leicht lesbar, sondern auch optimal für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz vorbereitet. Dies legt das strategische Fundament für die zukünftige KI-gestützte Entwicklung von Steuerungslogik. Zusätzlich erlaubt die nahtlose Interaktion von XLad mit Strukturiertem Text die problemlose Wiederverwendung bestehender ST-Bibliotheken innerhalb der grafischen Kontaktplan-Anwendungen.
Neue Anwendungsfälle durch erweiterte Hardware
Gleichzeitig erweitert Siemens den Hardware-Umfang von Simatic AX Logic Control Engineering signifikant. Bisher war die Plattform exklusiv für Simatic S7-1500-Steuerungen verfügbar. Nun unterstützt das System auch die Simatic S7-1200 G2-Steuerungsgeneration. Dies eröffnet den Anwendern ein völlig neues Spektrum an Projekten für dezentrale, grundlegende Steuerungslogik. Siemens präsentiert diese wegweisenden Innovationen auf der Automate-Messe in Chicago vom 22. bis 25. Juni 2026 und demonstriert, wie Software-definierte Automatisierung praktischer und skalierbarer gemacht werden kann.
Zusätzlicher Kontext: Technische Spezifikationen und Wettbewerbs-Benchmarking
Im hart umkämpften Markt der industriellen Automatisierungssoftware tritt Simatic AX LCE direkt gegen etablierte Plattformen wie Studio 5000 von Rockwell Automation, TwinCAT von Beckhoff und EcoStruxure von Schneider Electric an. Der entscheidende technische Wettbewerbsvorteil von Siemens liegt in der einzigartigen Verschmelzung von IEC 61131-3-konformer grafischer Logik mit modernen DevOps-Prinzipien.
Während Wettbewerber wie Beckhoff mit TwinCAT seit Langem IT-Standards in der Automatisierung vorantreiben, erfordert dies oft tiefgreifende IT-Kenntnisse seitens der operativen Anwender. Rockwell Automation dominiert hingegen bei der klassischen Kontaktplan-Programmierung, tut sich jedoch traditionell schwerer mit der nativen Integration agiler IT-Workflows in großem Maßstab. Mit XLad schließt Siemens diese Lücke präzise: Die bidirektionale Synchronisation ermöglicht es OT-Technikern, in ihrer gewohnten visuellen Umgebung zu arbeiten, während der Code im Hintergrund als maschinenlesbarer und Git-kompatibler Text gespeichert wird. Diese hybride Architektur erleichtert nicht nur das verteilte Arbeiten in globalen Engineering-Teams, sondern positioniert Simatic AX als zukunftssichere Plattform für kommende KI-gesteuerte Code-Generatoren in hochkomplexen Industrieanlagen.
Redigiert von Maria Brueva, Induportals-Redakteurin – angepasst durch KI.
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