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Ultrakurzpulslaser für Medizinprodukt-Rückverfolgbarkeit
FOBA präsentiert eine Schwarzmarkierungstechnologie zur Verbesserung der UDI-Konformität, der Kontraststabilität und der maschinellen Lesbarkeit auf medizinischen Edelstahlinstrumenten.
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Die Direktkennzeichnung von Bauteilen wird im Rahmen der UDI-Vorgaben von FDA und MDR für viele Medizinprodukte zu einer regulatorischen Pflicht. In diesem Zusammenhang stellte FOBA Laser Marking + Engraving den Einsatz der auf Ultrakurzpulslasern basierenden „Black Marking“-Technologie vor, um dauerhafte und kontrastreiche Markierungen auf medizinischen Edelstahlkomponenten zu erzeugen.
Herausforderungen bei der Direktkennzeichnung von medizinischem Edelstahl
Edelstahl ist aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit, mechanischen Festigkeit und Biokompatibilität weiterhin ein zentraler Werkstoff in der Medizintechnik. Die direkte Kennzeichnung chirurgischer Instrumente und Implantate bringt jedoch mehrere technische Herausforderungen mit sich.
Hochpolierte Oberflächen können durch Reflexionen die Lesbarkeit beeinträchtigen, während begrenzte Markierflächen auf Mikroinstrumenten extrem feine und präzise Codes erfordern. Thermische Markierverfahren können zudem Passivschichten beeinflussen und damit Korrosionsbeständigkeit sowie Materialeigenschaften verändern.
Zusätzlich führen wiederholte Aufbereitungszyklen wie Reinigung, Sterilisation und Passivierung zu erhöhten Anforderungen an die Dauerhaftigkeit der Markierungen. Konventionelle Laserkennzeichnungsverfahren wie Gravur oder Anlassbeschriftung stoßen bei diesen kombinierten Anforderungen teilweise an ihre Grenzen.
Kontrasterzeugung durch Nanostrukturen der Oberfläche
Black Marking bezeichnet ein Laserverfahren, das tiefschwarze, matte und nicht reflektierende Markierungen mit gleichbleibender Lesbarkeit unabhängig von Beleuchtung oder Betrachtungswinkel erzeugt. Dies ist besonders relevant für kamerabasierte Prüfverfahren und die Lesbarkeit von DataMatrix-Codes im Rahmen von UDI-Rückverfolgbarkeitssystemen.
Der Effekt wird durch die Erzeugung nanoskaliger Oberflächenstrukturen erreicht und nicht durch Materialabtrag oder thermisch erzeugte Oxidschichten. Diese Nanostrukturen reduzieren die Lichtreflexion und erhöhen den optischen Kontrast.
Zum Einsatz kommen Femto- und Pikosekunden-Ultrakurzpulslaser, bei denen die sehr kurzen Pulsdauern den Wärmeeintrag in das umliegende Material minimieren. Dieser Ansatz wird häufig als kalte Laserbeschriftung bezeichnet, da die Wärmeeinflusszone sehr gering ist.
Beständigkeit unter Sterilisations- und Aufbereitungszyklen
Tests von add’n solutions in Zusammenarbeit mit FOBA Laser Marking + Engraving untersuchten die Beständigkeit der Black-Marking-Technologie unter realistischen medizinischen Aufbereitungsbedingungen.
Mit dem Ultrakurzpulslaser FOBA F.0100-ir markierte Edelstahlinstrumente wurden wiederholten automatisierten Reinigungs- und Passivierungsprozessen, Autoklav-Sterilisation sowie zusätzlichen alkalischen Reinigungsverfahren unterzogen. Nach 1.000 Zyklen blieben die Markierungen weiterhin lesbar, was ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber typischen Belastungen im Lebenszyklus wiederverwendbarer chirurgischer Instrumente zeigt.
Anwendungen von chirurgischen Instrumenten bis zu Dentalimplantaten
Zu den Anwendungsbeispielen gehört die UDI-Kennzeichnung hochpolierter chirurgischer Instrumente, bei denen konventionelle Faserlaser keine ausreichenden Kontraste lieferten oder Oberflächenveränderungen verursachen konnten. Die einstellbare Pulsdauer des FOBA F.0100-ir ermöglicht eine präzise Steuerung des Energieeintrags und erzeugt kontrastreiche Markierungen ohne Beeinträchtigung der Materialeigenschaften.
Ein weiteres Beispiel ist die Kennzeichnung miniaturisierter Codes auf Dentalimplantaten mit sehr begrenzter Markierfläche. Hier ermöglichten der FOBA F.0100-ir Laser, das integrierte Vision-System IMP (Intelligent Mark Positioning) sowie die Software MarkUS eine präzise Positionierung und automatisierte Verifikation kleiner Codes bei gleichzeitig zuverlässiger Maschinenlesbarkeit.
Diese Beispiele zeigen, wie Ultrakurzpulslaserprozesse die Rückverfolgbarkeitsanforderungen von Medizinprodukten in regulierten Fertigungsumgebungen unterstützen können.
Prozessstabilität als Bestandteil der Medizinprodukte-Compliance
Neben dem eigentlichen Markierprozess spielen stabile und rückverfolgbare Prozessabläufe eine wichtige Rolle in regulierten Produktionsumgebungen. Wichtige Aspekte sind die frühzeitige Bewertung von Materialzusammensetzung und Oberflächenbeschaffenheit, die Optimierung von Laserparametern wie Pulsenergie und Wiederholrate sowie die Validierung gegenüber nachgelagerten Reinigungs- und Sterilisationsprozessen.
Die Inline-Verifikation von Codes mittels integrierter Vision-Systeme kann zusätzlich zur Qualitätssicherung beitragen, während die Dokumentation von Prozessdaten Auditfähigkeit und regulatorische Konformität in der Medizinproduktefertigung unterstützt.
Der Ansatz von FOBA kombiniert Lasertechnologie, Positioniersysteme, Inspektionswerkzeuge und Dokumentationsprozesse zu einem integrierten Markierprozess, der auf langfristige Rückverfolgbarkeit und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen ausgelegt ist.
Redigiert von der Industriejournalistin Aishwarya Mambet, mit KI-Unterstützung.
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