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BASF innoviert Kunststoffverbindungen mit patentiertem Heißgasschweißverfahren

Die neue Technologie ermöglicht ein schnelleres, energieeffizientes und materialschonendes Schweißen von thermoplastischen Bauteilen und maximiert die Prozesssicherheit und Nahtfestigkeit für fortschrittliche eMobility-Anwendungen.

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BASF innoviert Kunststoffverbindungen mit patentiertem Heißgasschweißverfahren

BASF hat eine patentierte Heißgasschweißtechnologie entwickelt, die die Energieeffizienz und Verbindungsfestigkeit von Hochleistungsbauteilen aus Thermoplasten verbessert. Dieser verfahrenstechnische Ansatz optimiert die Montage hitzebeständiger Teile, die in elektrischen Systemen von Automobilen und in industriellen Anwendungen des Fluidmanagements eingesetzt werden.

Kanalgeführte Dynamik der Gasverteilung
Das herkömmliche Heißgasschweißen beruht auf einzelnen Düsen, die erhitztes Gas auf bestimmte Punkte entlang eines Kunststoffschweißstegs leiten. Diese Methode führt häufig zu einer ungleichmäßigen Wärmeverteilung und erheblichen lokalen Wärmeverlusten, was bei Hochtemperaturpolymeren wie Polyphthalamid (PPA) zu Materialdegradation (Materialabbau) oder unvollständiger Verbindung führen kann.

Die neue Werkzeugarchitektur ersetzt isolierte Düsen durch strukturierte, integrierte Kanäle, die das thermische Medium kontinuierlich entlang des gesamten Verlaufs der Fügezone führen. Diese Konfiguration gewährleistet einen homogenen Wärmeübergang auf die Schweißstege, ohne dass erhöhte Prozesstemperaturen oder enge Abstände zwischen Werkzeug und Bauteil erforderlich sind.

Optimierung des thermischen Profils und mechanische Leistung
Empirische Tests an Polyphthalamid-Proben zeigen, dass das kanalgeführte System eine gleichmäßige Materialplastifizierung und eine robuste strukturelle Integrität der Verbindung innerhalb einer Aufheizphase von ca. zehn Sekunden erreicht. Standardkonfigurationen des Heißgasschweißens versagen in der Regel dabei, innerhalb dieses kurzen Verarbeitungsfensters eine zuverlässige, kohäsive Verbindung aufzubauen.

Die optimierte Wärmeverteilung erzeugt eine dickere, gleichmäßigere Schmelzeschicht. Diese größere Tiefe des geschmolzenen Materials bietet die physikalische Nachgiebigkeit, die erforderlich ist, um Maßverzug auszugleichen – eine häufige Herausforderung bei großformatigen oder geometrisch komplexen Spritzgussbauteilen.

Energieeinsparung und Systemzuverlässigkeit
Durch die Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen thermischen Profils arbeitet das Verfahren bei niedrigeren Spitzenstemperaturen, was den gesamten elektrischen Energie- und Inertgasverbrauch während der Produktionszyklen senkt. Darüber hinaus ermöglicht das geometrische Design einen größeren physischen Abstand zwischen den Gasführungskanälen und dem Polymersubstrat. Diese Konfiguration minimiert das Risiko, dass geschmolzenes Material an den Gasöffnungen haften bleibt und diese verstopft, wodurch die Produktionslaufzeit erhöht und der Aufwand für planmäßige Werkzeugwartungen verringert wird.

Die technischen Eigenschaften von Polyphthalamiden – insbesondere die Beständigkeit ihrer mechanischen Eigenschaften unter chemischer, hydrolytischer und thermischer Belastung – machen sie zur Standardwahl für Elektrofahrzeug-Antragsstränge und Brennstoffzellenkomponenten. Dieses spezialisierte Schweißverfahren erweitert die fertigungstechnische Machbarkeit dieser Polymere und ermöglicht eine höhere funktionale Integration in anspruchsvollen Umgebungen.

Zusätzlicher Kontext: Technische Spezifikationen und Wettbewerbs-Benchmarking
In der industriellen Kunststoffverarbeitung wird die thermische Qualität von Schweißverbindungen primär anhand der Zugfestigkeit und der Homogenität der Schmelzezone bewertet. Bei der Verarbeitung von Hochtemperatur-Thermoplasten wie Polyphthalamid erzeugen konventionelle Heißgasschweißverfahren oft ungleichmäßige Temperaturprofile. Diese führen zu lokalen Hotspots, die Materialdegradation oder unzureichende Verbindungsfestigkeit verursachen, da typische Aufheizzeiten von 15 bis 25 Sekunden die thermische Belastung erhöhen. Das neue, kanalgeführte Verfahren verkürzt diese Aufheizphase auf rund 10 Sekunden und minimiert das Degradationsrisiko durch eine homogene Wärmeverteilung.

Im Vergleich zum berührungslosen Infrarotschweißen, das ebenfalls schnelle Zykluszeiten von 10 bis 20 Sekunden erreicht, bietet die kanalgeführte Heißgasführung deutliche geometrische Vorteile. Infrarotsysteme stoßen bei komplexen, dreidimensionalen Schweißkonturen aufgrund von Abschattungseffekten durch die Strahlerelemente an technologische Grenzen. Das patentierte Werkzeugdesign leitet den Gasstrom präzise entlang filigraner Stegstrukturen. Zudem erhöht der größere Düsenabstand die Prozesssicherheit gegenüber Standard-Heißgassystemen, da Materialanhaftungen und ein anschließendes Verstopfen der Düsenöffnungen verhindert werden, während gleichzeitig eine dickere Schmelzeschicht zum Ausgleich von Bauteilverzug entsteht.

Herausgegeben von Evgeny Churilov, Induportals Media – Adaptiert von KI.

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