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Resiliente Industrie durch KI, Daten und Materialien

Fraunhofer präsentiert auf der Hannover Messe 2026 Lösungen für eine digital vernetzte, anpassungsfähige und nachhaltige industrielle Wertschöpfung.

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Resiliente Industrie durch KI, Daten und Materialien

Auf der Hannover Messe 2026 zeigt die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit neun Instituten, Verbünden und der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) Technologien für eine resiliente Industrie. Im Fokus stehen Ansätze, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Anpassungsfähigkeit in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld verbinden.

Datenökosysteme als Grundlage industrieller Resilienz
Im Zentrum des Messeauftritts steht die Frage, wie industrielle Systeme durch datenbasierte Ansätze robuster gestaltet werden können. Gezeigt werden Lösungen, die Datenökosysteme, automatisierte Prozesse und KI-gestützte Analysen kombinieren, um Produktionssysteme flexibel an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.

Smart-Data-Pipelines ermöglichen dabei eine qualitätsgesicherte Datenerfassung, sicheren Austausch und nachvollziehbare KI-Trainingsprozesse. Dies bildet die Grundlage für datengetriebene Entscheidungen entlang der digital supply chain.

KI-Anwendungen und digitale Zwillinge
Ein Schwerpunkt liegt auf KI-gestützten Anwendungen für Engineering, Service und Produktionsplanung. Demonstratoren wie virtuelle KI-Avatare und digitale Zwillinge zeigen, wie immersive Technologien und automatisierte Analysen neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion ermöglichen.

Darüber hinaus werden Konzepte für sicheres „Unlearning“ in verteilten KI-Modellen vorgestellt. Diese adressieren Anforderungen an Datensouveränität und regulatorische Konformität, insbesondere in dezentralen Datenräumen wie Manufacturing-X.

Effiziente Produktionsplanung und Elektroniksysteme
Mathematische Optimierung wird als Werkzeug für die strategische Produktionsplanung präsentiert. Sie ermöglicht es, komplexe Abhängigkeiten in Produktions- und Logistikprozessen zu analysieren und Entscheidungen hinsichtlich Kosten, Durchsatz und Liefertermintreue zu verbessern.

Im Bereich Mikroelektronik zeigt die APECS-Pilotlinie neue Packaging-Technologien für Hochleistungschips. Diese adressieren Anforderungen an Integration, Kühlung und Zuverlässigkeit und unterstützen kompakte sowie energieeffiziente Elektroniksysteme.

Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Materialien
Mehrere Exponate befassen sich mit der Nutzung von Ressourcen und der Reduktion von Umweltbelastungen. Dazu zählt ein elektrochemisches Verfahren zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe aus Batterien, das ohne zusätzliche Chemikalien auskommt und bei Umgebungsbedingungen betrieben werden kann.

Ergänzend werden biobasierte Materialien wie ein vollständig recycelbarer Holzschaum sowie alternative Düngemittel vorgestellt, die gezielt Nährstoffe bereitstellen und Überdüngung vermeiden.

Energie- und Wasserstofftechnologien
Im Bereich der Wasserstoffwirtschaft präsentieren Fraunhofer-Institute Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über Speicherung und Transport bis zur industriellen Nutzung.

Zusätzlich zeigt die TCR-Technologie zur thermokatalytischen Umwandlung biogener Reststoffe, wie aus Abfällen Synthesegas, Bio-Rohöl und Biokohle erzeugt werden können. Diese Ansätze unterstützen die Substitution fossiler Rohstoffe und fördern geschlossene Stoffkreisläufe.

Globale Zusammenarbeit und industrielle Transformation
Mit Blick auf das Partnerland Brasilien unterstreicht Fraunhofer die Bedeutung internationaler Innovationsnetzwerke für die industrielle Transformation. Der Messeauftritt verdeutlicht, wie interdisziplinäre Forschungsergebnisse in praxisnahe Lösungen überführt werden.

Bedeutung für die industrielle Wertschöpfung
Die präsentierten Technologien zeigen, dass Resilienz in der Industrie aus dem Zusammenspiel von Digitalisierung, Automatisierung und nachhaltigen Technologien entsteht. Durch die Integration dieser Ansätze können Unternehmen ihre Produktionssysteme effizienter, robuster und anpassungsfähiger gestalten und sich so besser auf volatile Marktbedingungen einstellen.

Bearbeitet von Romila DSilva, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.

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