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Entwicklung der Photonen-Flash-Strahlentherapie für eine skalierbare Krebsbehandlung

Siemens Healthineers treibt mit ARPA-H-Förderung die Entwicklung einer hocheffizienten Bestrahlungsmethode für herkömmliche Linearbeschleuniger voran.

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Entwicklung der Photonen-Flash-Strahlentherapie für eine skalierbare Krebsbehandlung

Siemens Healthineers erhält über den Geschäftsbereich Varian Fördermittel der US-Behörde ARPA-H für die technologische Weiterentwicklung der Photonen-Flash-Strahlentherapie (Photon-FLASH-RT). Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden Fördermittel in Höhe von bis zu 60 Millionen US-Dollar bereitgestellt. In Kombination mit einer Eigenbeteiligung des Unternehmens von 23 Millionen US-Dollar beläuft sich das Gesamtbudget für dieses Projekt auf bis zu 83 Millionen US-Dollar. Der Fokus liegt dabei auf der Adaption der Technologie für weit verbreitete Linearbeschleuniger.

Technische Mechanismen der Hochdosis-Bestrahlung
Die Photonen-Flash-Strahlentherapie basiert auf einer Dosisleistung, die technisch etwa um den Faktor 100 über den aktuellen Standards liegt. Ziel dieses Mechanismus ist es, die Bestrahlungsdauer massiv zu verkürzen, um gesundes Gewebe während der Behandlung eines Tumors besser zu schonen. Bisherige Forschungen in diesem Bereich konzentrierten sich primär auf die Protonen- und Elektronenbestrahlung. Diese Verfahren sind jedoch aufgrund ihrer hohen infrastrukturellen Anforderungen nur begrenzt skalierbar. Die Übertragung dieses Prinzips auf Photonenstrahlen ermöglicht die Nutzung herkömmlicher medizinischer Infrastrukturen.

Skalierbarkeit und klinische Integration
Ein wesentliches Ziel der Entwicklung ist die Schaffung einer skalierbaren und kosteneffizienten Behandlungsoption. Das System soll so konzipiert werden, dass es sich in bestehende klinische Arbeitsabläufe integriert und auf der installierten Basis von C-Bogen-Linearbeschleunigern aufbaut. Damit wird angestrebt, den Zugang zu dieser Behandlungsform weltweit zu erhöhen, ohne dass Patienten oder Kliniken auf spezialisierte, lokal begrenzte Therapiezentren angewiesen sind. Die technologische Anpassung vorhandener Systeme gilt dabei als effizientester Weg zur Verbreitung neuer Bestrahlungsmethoden.

Fachliche Relevanz und Forschungsfinanzierung
Vertreter der Fachgesellschaften ASTRO und ESTRO bewerten die Bereitstellung staatlicher Mittel als wesentlichen Schritt zur Schließung von Finanzierungslücken in der Strahlentherapieforschung. Da Photonenstrahlen den aktuellen Behandlungsstandard bilden, hat eine Effizienzsteigerung in diesem Bereich direkte Auswirkungen auf die globale medizinische Versorgung. Das Projekt überführt experimentelle physikalische Erkenntnisse in technische Standards, um die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Krebsbehandlung systematisch zu verbessern.

Bearbeitet von einem Industriejournalisten, Lekshman Ramdas, mit Unterstützung von KI.

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