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Ethernet-Schnittstellenmodul mit Dual-Core-Architektur und Hardware-Netzwerksteuerung

Mikroe integriert ein System-in-Package für deterministische Ethernet-Konnektivität und Kantenverarbeitung in industriellen Automatisierungsumgebungen und IoT-Gateways.

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Ethernet-Schnittstellenmodul mit Dual-Core-Architektur und Hardware-Netzwerksteuerung

Die Integration von Netzwerktechnologie und lokaler Datenverarbeitung ermöglicht die direkte Implementierung von Ethernet-Konnektivität in eingebetteten Systemen. Das Schnittstellenmodul bietet deterministische, hardwarebasierte Netzwerklösungen für IoT-Gateways (Internet of Things), industrielle Automatisierungsumgebungen, netzwerkfähige Steuerungen und Systeme, die eine kontinuierliche Datenübertragung sowie Datenverarbeitung an der Peripherie erfordern.

Systemarchitektur und Mikrocontroller-Integration
Das Kernstück des Moduls bildet das von WIZnet entwickelte System-in-Package (SiP) W55RP20. Diese Komponente vereint den Ethernet-Controller W5500 mit der Dual-Core-Mikrocontrollerarchitektur des RP2040. Die Verarbeitungseinheit verfügt über einen doppelten Arm Cortex-M0+ Prozessor, der mit Frequenzen von bis zu 133 MHz arbeitet und von internem statischem Direktzugriffsspeicher (SRAM) sowie Flash-Speicher unterstützt wird. Diese Dual-Core-Architektur ermöglicht die gleichzeitige Ausführung des primären Anwendungscodes und der erforderlichen Netzwerkverwaltungsaufgaben.

Entlastung durch hardwarebasierten TCP/IP-Stack
Der integrierte Ethernet-Controller arbeitet mit einem festverdrahteten TCP/IP-Stack. Durch die Verarbeitung der Netzwerkprotokolle auf Hardwareebene entlastet das System den Hauptprozessor vom Übertragungsaufwand. Diese Methode reduziert die Latenzzeit und reserviert Rechenressourcen für die primäre Anwendungslogik. Das Modul enthält zudem eine integrierte physische Ethernet-Schicht (PHY). Für die Diagnose der physischen Verbindung übermitteln Status-Leuchtdioden (LEDs) Informationen über den Verbindungsstatus und zeigen die Aktivität des Transmission Control Protocol (TCP) an.

Schnittstellenoptionen und Hardware-Erweiterung
Die Verbindung zwischen dem Modul und dem Host-System erfolgt über wählbare Kommunikationspfade wie Serial Peripheral Interface (SPI) oder Universal Asynchronous Receiver-Transmitter (UART), die über eine dedizierte Hardware-Brücke konfiguriert werden. Die Platine verfügt über eine USB-Typ-C-Schnittstelle (Universal Serial Bus), die vom internen USB-2.0-Controller des RP2040-Prozessors gesteuert wird. Das physische Layout beinhaltet freiliegende Mittelabgriffe für die Ethernet-Magnetik, was die Implementierung der optionalen Power-over-Ethernet-Funktionalität (PoE) ermöglicht. Zugängliche Testpunkte für die Fehlersuche sind direkt in die Leiterplatte integriert, um die Signalverifizierung zu unterstützen.

Ökosystemkompatibilität und Systemdiagnose
Das Schnittstellenmodul arbeitet innerhalb des mikroBUS-Sockelstandards. Es verfügt über einen automatischen Identifikationsmechanismus, der es kompatiblen Host-Systemen ermöglicht, die Hardwarekonfiguration beim Anschluss auszulesen. Nebojsa Matic, Chief Executive Officer von Mikroe, erklärte, dass das Modul in IoT-Gateways, industriellen Automatisierungssystemen und eingebetteter Hardware eingesetzt wird, die eine direkte Ethernet-Integration erfordern. Die Hardware nutzt Open-Source-Softwarebibliotheken, die die notwendigen Betriebstreiber für die Systemprogrammierung und Netzwerkkonfiguration bereitstellen.

Zusätzlicher Kontext: Dieser Abschnitt enthält technische Spezifikationen und Wettbewerbsvergleiche, die nicht in der ursprünglichen Produktankündigung enthalten sind.
Die Implementierung des WIZnet W55RP20 System-in-Package reduziert den Platzbedarf auf der Leiterplatte im Vergleich zur Verwendung eines diskreten RP2040-Mikrocontrollers neben einem separaten W5500-Ethernet-Controller. Der Hardware-TCP/IP-Mechanismus unterstützt bis zu acht unabhängige Netzwerk-Sockets gleichzeitig und greift auf 32 Kilobyte internen Speicher zurück, der ausschließlich für Sende- und Empfangspuffer vorgesehen ist. Im Vergleich zu softwarebasierten TCP/IP-Stacks, wie beispielsweise lwIP auf Standard-Mikrocontrollern, isoliert ein festverdrahteter Stack die Netzwerkverarbeitung von der zentralen Verarbeitungseinheit. Diese strukturelle Isolation verhindert, dass Netzwerküberlastungen oder Denial-of-Service-Angriffe den Arbeitsspeicher erschöpfen und die Hauptanwendungsschleifen blockieren. Konkurrierende diskrete Lösungen fungieren oft ausschließlich als Media Access Controller und Physical Layer Transceiver (MAC/PHY), wodurch der Host-Mikrocontroller gezwungen ist, alle Netzwerkprotokolle per Software zu verarbeiten. Durch die Kopplung des Netzwerkcontrollers mit zwei Cortex-M0+ Kernen ermöglicht das SiP den Entwicklern, einen Kern für die kontinuierliche Abfrage von Industriesensoren abzustellen, während der zweite Kern die Datenpaketierung und die Schnittstelle zum Cloud-Server übernimmt.

Bearbeitet von dem Industriejournalisten Lekshman Ramdas, mit KI-Unterstützung.

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