www.konstruktion-industrie.com
22
'26
Written on Modified on
Aschekristallisation unterstützt Emissionsreduzierung in Zellstoffwerk
Valmet liefert Mercer Stendal eine Aschekristallisationsanlage zur Reduzierung von Emissionen und Verbesserung der Chemikalienrückgewinnung.
www.valmet.com

Valmet und Mercer Stendal arbeiten bei der Installation einer Aschekristallisationsanlage im Zellstoffwerk in Arneburg, Deutschland, zusammen. Ziel des Projekts ist es, den Chemikalienkreislauf zu optimieren, die Anreicherung von Nicht-Prozess-Elementen zu verringern und die Verfügbarkeit des Rückgewinnungskessels durch längere Wartungsintervalle zu erhöhen.
Entfernung von Chlorid und Kalium reduziert Korrosionsrisiken im Kessel
Die Aschekristallisationsanlage wird Natriumsalze zurückgewinnen und gleichzeitig Nicht-Prozess-Elemente, hauptsächlich Chlorid und Kalium, aus dem Flüssigkeitskreislauf des Werks entfernen. Die Anreicherung dieser Stoffe trägt zu Ablagerungen und Korrosion in Rückgewinnungskesseln bei, wodurch der Wartungsaufwand steigt und die Betriebsstabilität beeinträchtigt wird.
Durch die Reduzierung der Konzentrationen dieser Elemente wird erwartet, dass die Intervalle zwischen Wartungsstillständen des Rückgewinnungskessels auf 24 Monate oder länger verlängert werden. Längere Betriebszyklen können die Anlagenverfügbarkeit verbessern und Produktionsunterbrechungen reduzieren.
Zurückgewonnene Chemikalien fördern Kreislaufwirtschaft in der Zellstoffproduktion
Das Verfahren ist darauf ausgelegt, die Chemikalienrückführung zu verbessern, indem die Abhängigkeit von Zusatzchemikalien in der Zellstoffproduktion verringert wird. Die Entfernung von Nicht-Prozess-Elementen durch Aschekristallisation macht zudem die Entsorgung von Asche überflüssig, wodurch die Abwassererzeugung und damit verbundene Emissionen reduziert werden können.
Diese Mechanismen tragen zu einer höheren Ressourceneffizienz bei, indem Prozesschemikalien verstärkt wiederverwendet werden, anstatt sie durch extern beschaffte Stoffe zu ersetzen.
Bestehende Werksinfrastruktur wird das neue System integrieren
Die Installation zeigt die Anwendung der Aschekristallisationstechnologie in einer bestehenden Werksumgebung und nicht nur in neuen Anlagen. Mercer Stendal, das seit 2004 in Betrieb ist, hat mehrere Investitionen zur Verbesserung von Leistung und Nachhaltigkeit umgesetzt.
Valmet wird das Aschekristallisationssystem sowie die entsprechende technische Expertise liefern, während Mercer Stendal die Lösung im Rahmen seiner langfristigen Umwelt- und Betriebsziele in die Werksabläufe integrieren wird.
Der Auftrag wurde in den Auftragseingängen von Valmet für das erste Quartal 2026 erfasst. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Inbetriebnahme der Kristallisationsanlage ist für das vierte Quartal 2027 geplant.
„Seit der Inbetriebnahme des Werks im Jahr 2004 haben wir systematisch in die Verbesserung seiner Leistung und Nachhaltigkeit investiert. Unsere Nachhaltigkeitsbemühungen orientieren sich an der Vision und den Werten von Mercer sowie an unserer langjährigen Philosophie verantwortungsvoller Geschäftspraktiken, die Nachhaltigkeit, Sicherheit, finanzielle Verantwortung und starke Führung umfassen. Die neue Aschekristallisationsanlage wird uns dabei helfen, sowohl die betriebliche als auch die ökologische Leistung weiter zu verbessern. Wir haben Valmet für dieses Projekt aufgrund ihrer technischen Expertise sowie unserer bisherigen gemeinsamen Projekte ausgewählt“, sagt Dr. Martin Zenker, Werksleiter bei Mercer Stendal.
Bearbeitet von Natania Lyngdoh, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.
www.valmet.com
Fordern Sie weitere Informationen an…

