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Stratasys erweitert additive Fertigungssysteme und Materialien
Neue Plattformen, Softwaretools und Materialien zielen auf einen schnelleren Übergang von Prototyping zu Produktion ab und verbessern Workflow-Integration sowie Kosteneffizienz.
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Additive Fertigung wird zunehmend in der industriellen Produktion und Medizintechnik eingesetzt, wobei Anforderungen an Materialleistung, Workflow-Integration und Kosteneffizienz steigen. In diesem Zusammenhang hat Stratasys Ltd. neue Drucksysteme, Materialien und Softwarefunktionen vorgestellt, die den Übergang von der Konstruktion zur Produktion beschleunigen sollen.
Erweiterung von Prototyping hin zur Serienfertigung
Hersteller stehen weiterhin vor Herausforderungen, wenn additive Fertigung vom Prototyping in eine reproduzierbare Serienproduktion überführt werden soll. Dazu zählen begrenzte Materialvielfalt, fragmentierte Workflows und Kostenstrukturen im Vergleich zu konventionellen Fertigungsverfahren.
Die aktuellen Entwicklungen von Stratasys zielen darauf ab, diese Hürden durch verbesserte Interoperabilität zwischen Design- und Produktionswerkzeugen sowie durch eine Erweiterung der Material- und Anwendungsmöglichkeiten zu adressieren. Relevante Einsatzbereiche sind unter anderem industrielle Fertigung, Werkzeugbau und Medizintechnik, in denen gleichbleibende Bauteilqualität und Prozessstabilität erforderlich sind.
PolyJet-System für funktionales Prototyping und Werkzeuge
Das PolyJet J850™ Core System erweitert das PolyJet™-Portfolio um eine Variante, die auf funktionales Prototyping ausgerichtet ist. Durch den Verzicht auf Vollfarbfunktionalität werden die Systemkosten reduziert, während die Kompatibilität mit verschiedenen Materialien wie starren, flexiblen, transparenten und PolyJet ToughONE™-Materialien erhalten bleibt.
Das System eignet sich für Anwendungen wie Gehäuse, Halterungen und Vorrichtungen, bei denen mechanische Validierung und iterative Entwicklung erforderlich sind. Eine große Bauplattform in Kombination mit Hochgeschwindigkeits-Druckmodi ermöglicht schnellere Iterationszyklen und eine reproduzierbare Bauteilfertigung.
Silikonmaterial für patientenspezifische Anwendungen
Im Bereich der Medizintechnik haben Stratasys und Shin-Etsu das Material P3™ MED Silicone 25A eingeführt, ein biokompatibles Silikon für den Einsatz auf Origin®-Druckern. Das Material erfüllt die Anforderungen der ISO 10993 und bietet Eigenschaften wie Elastizität, chemische Beständigkeit und thermische Stabilität.
Damit lassen sich patientenspezifische Produkte wie Hörgeräte, CPAP-Masken, Orthesen und Prothesen herstellen. Durch den Wegfall von Werkzeugen und Formen wird die Kleinserienproduktion ermöglicht und die Produktionszeit verkürzt, während gleichzeitig Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität auf dem Niveau spritzgegossener Teile erreicht werden.
Software verbindet Designautomatisierung mit Produktionsprozessen
Stratasys hat sein Software-Ökosystem durch die Additive App Suite erweitert, die gemeinsam mit trinckle entwickelt wurde und in GrabCAD Print™ sowie GrabCAD Print Pro™ integriert ist. Die Suite umfasst automatisierte Designanwendungen für industrielle Einsatzfälle wie Spannbacken, Bohrschablonen und Abdeckplatten.
Durch die direkte Integration in die Druckumgebung werden manuelle Designschritte reduziert und ein durchgängiger Workflow von der Konstruktion bis zur druckfertigen Produktion ermöglicht. Dadurch kann additive Fertigung breiter in Bereichen wie Engineering, Qualitätssicherung und Produktion eingesetzt werden.
PA12-Material reduziert Kosten in Pulverbettverfahren
Für die industrielle Fertigung wurde SAF™ PA12 – Powered by Evonik vorgestellt, ein Material für Pulverbettprozesse. Es bietet produktionstaugliche mechanische Eigenschaften bei gleichzeitig bis zu 14% geringeren Gesamtbetriebskosten im Vergleich zu bestehenden SAF PA12-Materialien.
Das Material ermöglicht die Herstellung robuster und maßhaltiger Bauteile mit gleichbleibender Qualität und unterstützt so die Skalierung der additiven Fertigung für Endanwendungen. Diese Vorteile werden ohne zusätzliche Hardware, Lizenzen oder Prozessanpassungen erreicht.
Integration in digitale Fertigungsprozesse
Die Entwicklungen stehen im Kontext der zunehmenden Integration additiver Fertigung in digitale Lieferketten, in denen Konstruktion, Simulation und Produktion über einheitliche Softwareplattformen verknüpft sind.
Durch die Kombination von Hardware, Materialien und Software innerhalb eines integrierten Ökosystems wird additive Fertigung als durchgängige Produktionsmethode positioniert, die sowohl Prototyping als auch industrielle Serienfertigung unterstützt.
Bearbeitet von Aishwarya Mambet, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.
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